Die Berggipfel herausfordern…

…und am Leben bleiben.

“Besser als Berge können nur Berge sein, die man noch nie bezwungen hat”…
Viele Menschen träumen davon, die Elemente herauszufordern, einen schneebedeckten Gipfel zu erklimmen, aber nur die Mutigsten wagen diesen riskanten Schritt. Einige von ihnen haben beschlossen, sich für immer den Gebirgen hinzugeben und damit den Rest zu warnen: Ich bin mir nicht sicher, bleiben Sie unten.

Der Film “Everest”, der auf realen Ereignissen basiert, ist der beste Beweis dafür. Das Drama, das sich im Film abspielt, lässt auch Menschen, die weit vom Bergsteigen entfernt sind, nicht gleichgültig. Berge, die die Achttausender-Marke überschreiten, rufen Angst und Respekt hervor, sie erschrecken und verlocken gleichzeitig. Die Magie der Höhe, das Adrenalin, der Wunsch, mir selbst zu beweisen, “ich kann das”, ziehen uns seit Jahrhunderten wie ein Magnet an.

Touristen verschließen die Augen vor den Risiken. Bergkrankheit, Orkanwind, unerträgliche Kälte, rutschige Felsbrocken lauern bei jedem Schritt. Und wenn es hierbei nur um die weltberühmten Gipfel ginge… Jeder Berg ist mit Gefahren behaftet.

Im Mittelgebirge ist manchmal eine große Zahl von Unfällen zu verzeichnen. Tatsache ist, dass sie den Eroberern der Gipfel zugänglich erscheinen; viele vernachlässigen die Vorbereitung für den Aufstieg. Heute laden wir Sie ein, sich mit den gewaltigsten Gipfeln vertraut zu machen.

Gnadenloser Everest

Die Basis befindet sich im Himalaya und liegt auf dem Territorium von zwei Ländern: Nepal und China. Gipfelhöhe – 8 848 Meter.

Es gibt keinen Höheren als diesen. Der höchste Punkt des Planeten. Die Einheimischen nennen ihn den Riesen Chomolungma. Der Everest wird zu Recht zu den schönsten, aber auch zu den gefährlichsten Gipfeln gezählt. Es ist nicht die schwindelerregenede Höhe des Berges, die ihn so bedrohlich macht. Die Hauptsache sind sehr schwierige klimatische Bedingungen, die sich negativ auf das menschliche Wohlbefinden auswirken.

Die Luft ist hier dünner – der Körper erhält nicht die erforderliche Menge an Sauerstoff. Extreme Temperaturen und Schneestürme erschweren das Reisen erheblich. Übrigens kann die Windgeschwindigkeit auf der Spitze des Berges mehr als 280 Stundenkilometer erreichen, und die Temperatur liegt bei minus 62 Grad.

Die Leichen von Menschen, die nicht dazu bestimmt waren, wieder zur Erde hinabzusteigen, erschaffen nicht gerne eine optimistische Stimmung. Laut Statistik haben mehr als 9.900 Menschen den Gipfel bestiegen, mehr als 300 von ihnen haben bei dem Versuch offiziell den Tod gefunden.

Eis-Annapurna

Ein weiterer im Himalaya beheimateter Berg mit einer Höhe von 8.091 Metern.

Der Gebirgszug schließt die Top Ten in der Liste der gewaltigen Gipfel, die die Marke von 8.000 Metern überschreiten, ab. Er war der erste, der dem Menschen erlag – er wurde Mitte des 20. Jahrhunderts erobert. Warum gilt er dann als einer der gefährlichsten? Es geht um die gleiche Statistik wie beim Mount Everest: Jeder dritte Bergsteiger findet hier seinen Tod.

Der Annapurna besteht aus festem Eis, er ist quasi ein grosser Eisblock, der darauf wartet, dass der Bergsteiger einen Fehler macht. Zahlreiche Verwachsungen behindern die Kletterpartien erheblich.

Killer-Berg Nanga Parbat

Höchster Punkt im westlichen Himalaja mit 8.126 Metern.

Der gleichnamige Film unter der Regie von Josef Wilsmeier erzählt die Geschichte der Gebrüder Messner, die 1970 beschlossen, den Berg zu besteigen. Oben angekommen, verstehen sie: Der Weg zurück kann für sie tödlich sein.

Der Nanga Parbat wird auch als “nackter Berg”, “Berg der Götter” und “Killerberg” bezeichnet. Die Aussicht von seinem Gipfel ist wirklich atemberaubend: Das Massiv erhebt sich über das Grün der Wälder und die Reinheit der Gletscherseen. Doch nicht jeder Bergsteiger kann ihn in vollen Zügen geniessen.

Bis Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts lag die Sterblichkeitsrate auf diesem Berg bei über 70%. Heute hat sich die Situation entschärft, aber das Massiv gehört immer noch zu den drei beeindruckendsten.

Schneewittchen Mont Blanc

Alpengipfel an der Grenze zwischen Italien und Frankreich mit einer Höhe von 4.695 Metern.

Der Mont Blanc wird oft als “Weißer Berg” bezeichnet. Dies ist kein Zufall. Die Schneekappe “wärmt” das Massiv das ganze Jahr über. Von außen betrachtet scheint die Route recht einfach zu sein, aber das ist sie nicht.

Die ersten Bergsteiger, die versuchten, den Mont Blanc zu besteigen, sahen sich mit einer Reihe von Schwierigkeiten konfrontiert. Deshalb bezeichneten die Einheimischen diesen Berg als verflucht. Seit mehr als zwei Jahrhunderten ist die alpine Bergkette zur Attraktion für unzählige Touristen geworden – der Mont Blanc hat den Everest in diesem Indikator deutlich überholt.

Kanchenjunga – Hüter der Schätze

Ein weiterer Berg des Himalaja, der an der Grenze zwischen Nepal und Indien liegt. Höhe – 8 586 Meter.

Der große Schnee der Bergkette birgt unermessliche Schätze. Die Einheimischen sind sich sicher, dass hier der Geist einer Frau wohnt, die seit vielen Jahren eifrig die Reichtümer des Berges hütet: Edelmetalle und alte heilige Texte.

Das Wetter tobt hier das ganze Jahr über, ständig stürzen Lawinen von den Gipfeln herab. Seit Anbeginn konnten nur 283 Menschen den Berg bezwingen. Jeder fünfte Kletterer stirbt. Das Gebirge hat eine besondere Abneigung gegen Frauen. Nur eine Vertreterin des schönen Geschlechts schaffte es, den Gipfel zu bezwingen – eine Einwohnerin Großbritanniens, Jeannette Harison. Doch einige Zeit später starb sie auf einer anderen Route. Die Einwohner Nepals fanden einmal mehr Bestätigung für die Legende, dass der Berg für die Frauen, die ihn besteigen, tödlich ist.

Wilder Berg Chogori oder K2

Himalaya-Gipfel an der Grenze zwischen Pakistan und China 8 614 Meter.

Chogori ist unter Bergsteigern für seine extremen Bedingungen bekannt. Hier wird man während der Wintersaison nie auf Probanden treffen. Lokale Stürme können duch aufwirbelnden Schnee leicht Spuren und ganze Klettercamps verdecken. Aber auch zu anderen Zeiten des Jahres birgt der K2 viele Gefahren: Jeder vierte Versuch, den Gipfel zu bezwingen, endet tödlich.

Mehr als 1000mm Niederschlag fallen hier jährlich, hauptsächlich Schnee und Hagel. Die Sonneneinstrahlung ist hoch, es gibt starke Temperaturschwankungen und eine erhöhte Verdunstung.

Die Russen trugen zur Geschichte der Eroberung des “wilden Berges” (so wird er genannt) bei – vor drei Jahren überwanden sie erfolgreich den schwierigsten Weg am Westhang, der früher als unpassierbar galt.

Eiger der Kannibale

Standort – Schweizer Alpen. Höhe – 3970 Meter.

Der “Kannibale” (so der Spitzname des Gipfels) hat eine bescheidene Höhe, was die Route aber nicht einfacher macht. Die Launen des Wetters und der Höhenunterschied sind etwas, dem sich Kletterer ständig stellen müssen. In der gesamten Geschichte der Besteigung starben hier 65 Menschen.

Als der “heftigste” Hang gilt derjenige auf der Nordseite. Der Weg dorthin ist ziemlich lang und sehr steil. Die fast senkrechten Felswände erfordern extreme Konzentration.

Matterhorn

Alpengipfel an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, 4 478 Meter hoch.

Der bei Touristen beliebte Gipfel lockt und verzaubert mit seiner alpinen Schönheit. Im Laufe eines Jahres versuchen mehr als 100 Draufgänger, bis ganz nach oben zu gelangen. Im Laufe einer jahrhundertelangen Geschichte sind hier mehr als ein halbes Tausend Menschen gestorben; der Berg hat sogar einen eigenen Friedhof.

Aus technischer Sicht ist dies eine der schwierigsten alpinen Routen. Der Nordhang gilt allgemein als uneinnehmbar. Lawinen und Felsstürze leisten einen traurigen Beitrag zur Geschichte des Matterhorns.

Unnahbarer Fitzroy

Spitze von Patagonien. Höhe – 3 359 Meter.

Dieser Granitgipfel ist bei Bergsteigern nicht sehr beliebt. Es ist üblich, ihn zu umgehen. Nur eine Besteigung wird hier im Laufe des Jahres erfolgreich durchgeführt. Die Besteigung erfordert ausgezeichnete körperliche Fitness und Ausdauer. Auf dem Weg hinauf müssen Sie einen ausgedehnten Abschnitt einer steilen Felswand überwinden. Und dies wird höchstwahrscheinlich bei schlechtem Wetter geschehen müssen.

Vinson-Massiv in der Antarktis

Das höchste Massiv (4892 Meter) des geheimnisvollsten Kontinents der Erde.

Es ist leicht zu erraten, warum Bergsteiger nicht darauf erpicht sind, diese Höhe zu bezwingen. Seit 60 Jahren haben etwa anderthalb Tausend Menschen das Vinson-Massiv bestiegen. Die Probleme beginnen lange vor der Hauptroute. Sie müssen überhaupt erst bis zum Gebirge gelangen. Niedrige Lufttemperaturen, eisige Winde und Schneestürme können zu schlimmen Folgen führen.

Gefahr, Gefahr, Gefahr – jede Minute steht ein Bergsteiger davor.

Doch sie ist es, die ihn immer wieder in die Berge führt und das Blut in Wallung bringt. Hauptsache, bleibt konzentriert. Keine Sekunde lang sollte man nachlässig werden. Man kann sich nicht entspannen, hat doch jeder Stolperer einen fatalen Fehler zur Folge. Das Risiko ist ein ständiger Begleiter. Ein nüchterner Kopf und kalte Berechnung – ohne diese ist es besser, nicht in die Berge zu gehen.

Bericht: Anna Chaykovskaya

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