Wer kennt ihn nicht, den unvergleichlichen Duft der Arve , Zirbe oder auch „Swiss stone pine”. Etwas erdig, holzig und einfach wohlig. Man hat das Gefühl, das der Duft vom Geruchssinn direkt in unsere Seele fliesst. Was sich etwas poetisch anhört ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Denn die ätherischen Öle aus der Pflanze wirken sich direkt auf unseren Körper aus. Nicht nur Herz und Atmung profitieren von der wohltuenden Wirkung, auch Motten und andere Insekten schlägt es in die Flucht und soll sogar geselliger und kommunikativer machen (mehr dazu lesen Sie unten).

Die Wirkung der Arve:
- die Arve/Zirbe verringert die Herzfrequenz und schont damit das Herz
- verbessert den Tiefschlaf und damit die Schlafqualität
- reduziert die Wetter- und Mondfühligkeit
- die Arve/Zirbe wirkt antibakteriell
- vertreibt Motten und andere Insekten
- die ätherischen Öle der Arve/Zirbe wirken sich wohltuend auf die Atmung aus
- macht geselliger und kommunikativer
- Arven- Zirbenholz wirkt harmonisierend
- Die Arve/Zirbe macht ganz einfach glücklich?
Produkte mit und aus der Arve erleben zur Zeit eine richtige Renaissance, denn neben Arvenkissen, Duftzerstäuber, Duftsäckchen und natürlich Möbeln finden sich z. B. auch designschöne Wasserkrüge mit Arvenverschlüssen die das tägliche Wasser aromatisieren und vieles mehr.

Doch nur wenige wissen, dass hinter diesen wohltuenden und teils neu entdeckten Produkte eine noch beeindruckendere Pflanze steht. Denn der Baum ist bereits seit der letzten Eiszeit nach einem 100’000 jährigen Winterschlag wieder da. Und so trotzt sie auch heute eisiger Kälte und trockenen Winden stoisch und überlebt auf den kargsten Steinböden mit kaum vorhandenen Nährstoffen. Wissenswert ist dabei, dass ihre Nadeln eine Art Wachsschicht umgibt. Unter idealen Bedingungen erreicht sie eine Höhe von bis zu 20Metern und einem Stamm von ungefähr 40cm.
Das Holz der Arve
Das fein riechende Holz ist harzreich, ziemlich leicht, feinfaserig und gleichmässig weich. Es lässt sich gut bearbeiten, leicht spalten, sowie sehr gut schnitzen und drehen. Zudem trocknet es schnell, schwindet wenig und ist äusserst dauerhaft. Daher wird es gerne für Schnitzarbeiten, Holzverkleidungen im Innenraum und für Möbel verewendet.
Durch die enthaltenen ätherischen Öle wirkt das Holz antibakteriell und schützt gegen Mottenbefall. Daher wurde es früher mit Vorliebe für Kleiderkästen und Vorratsbehälter verwendet. Die traditionellen „Bündnerstuben“ verbreiten auch heute noch eine besonders heimelige und gemütliche Atmosphäre. Der anfängliche helle Farbton des Holzes dunkelt mit der Zeit jedoch deutlich nach.

Dem Arvenholz wird schon seit hundereten von Jahren besondere Fähigkeiten nachgesagt. „Im Zirbenbett schläft sich‘s besser“ ist eine davon. Die Studie des Joanneum Research Instituts (Weiz, Österreich) aus dem Jahre 2003 hat ergeben, dass Arvenholz einen positiven Einfluss auf den Schlaf wie auch auf das vegetative Nervensystem hat. Unter anderem wird die Herzfrequenz im Umfeld des Arvenholzes reduziert. Damit diese Wirkung unbeeinflusst und erhalten bleibt, soll das wertvolle Holz ausser fein geschliffen nicht weiter behandelt werden.
Seit langer Zeit schon gibt es in unseren Schweizer Alpenregionen in vielen traditionellen Hotels sogenannte «Bünderstuben». Da das Holz der Arve ein gelblich-rötliches Licht ausstrahlt. Dies wirkt sich positiv auf die Geselligkeit, Kommunikation, Zufriedenheit und Behaglichkeit aus. Natürlich steuern auch das feine Essen und ein erlesender Tropfen seinen Teil dazu bei. Jedoch bestimmt nicht nur. Denn die Auswirkung der Arve auf uns Menschen darf keinesfalls unterschätzt werden. So kann sie u.a. Ihre Lebensenergie und Erholungsfähigkeit stärken. Auch weiss man heute um die abschirmende Wirkung des Holzes, welche zum Beispiel einen vollumfänglichen Handyempfang etwas schwieriger gestalten könnte.
Arven können bis zu 1000 Jahre alte werden, sogar als Jungbäume richten sich die Arven nach einem harten Winter und von Schneemassen bedeckt wieder auf. Die alten Bäume unter ihnen sichern sogar bei Schiefstand durch ihre tiefliegenden Wurzeln lawinengefährdete Hänge.
Bericht: Nadja Leemann