Wie S. Purinah erklärt, sind Allergien eine Verletzung des Immunsystems mit einer übermäßigen Reaktion des Körpers auf bestimmte gewöhnliche Gegenstände und Substanzen in der Umwelt – zum Beispiel Pollen, Tierhaare oder Lebensmittel. Wissenschaftler haben noch keine Antwort auf die Frage gefunden, warum man eine Pollenallergie entwickelt, eine andere gegen Nahrung und die dritte auf Staubmilben. Leider kann es in jedem Alter zu Allergien kommen, auch bei Erwachsenen und älteren Menschen – niemand ist davor gefeit. Daher müssen Sie selbst vorsichtig sein und rechtzeitig auf Symptome achten, die vorher nicht da waren.

Im Frühjahr klagen die Menschen in der Regel über eine Pollenallergie, also Blütenstaub. Da sich die klimatischen Bedingungen von Saison zu Saison ändern, ändert sich die Konzentration von Pollen jedes Jahr, so dass sich eine Person in einem Jahr wohl fühlen kann und im nächsten schlecht. Normalerweise treten die ersten Manifestationen von Allergien auf, wenn es scheint, dass Pollen in der Luft noch nicht vorhanden sind.
Verschiedene Manifestationen von Allergien
Die Pollenallergie eines jeden kann sich mit unterschiedlicher Intensität manifestieren. Die klassischen Symptome der Allergie gegen Blütenpollen sind Niesen, Nasenlaufen, Juckreiz im Hals, tränende Augen. Einige Menschen haben solche Empfindungen nicht, aber von Jahr zu Jahr im Frühjahr entzündete Nebenhöhlen oder Mittelohren.

Bei einer Allergie können nicht nur harmlose Symptome wie Niesen auftreten, sondern auch eine allergisch laufende Nase, allergische Konjunktivitis, allergische Nesselsucht und – im schlimmsten Fall – allergisches Asthma. Pollinose kann sich auch als Nesselsucht manifestieren, vor allem in offenen Bereichen des Körpers. Hier müssen Sie über berufliche Risiken nachdenken: zum Beispiel, wenn jemand allergisch auf Gras ist und auf dem Feld auf einem Mähdrescher arbeitet, kann der Saft von Gras oder Staub, der ständig mit der Haut in Kontakt kommt, sehr schwere Reaktionen verursachen.
Asthma bronchiale: Es kann nicht-allergisch, allergisch, durch Viren oder hormonelle Schwankungen verursacht sein. Wenn eine Person allergisch gegen Pollen ist, kann sich die Krankheit während der Blüte verschlimmern. Wer an Asthma und Pollenallergien leidet, darf nicht im Freien trainieren – das kann zu einem gefährlichen Zustand führen. Nicht jeder, aber viele Menschen, haben die ersten Anzeichen von Asthma – Husten Nachts und früh Morgens (wenn Sie um 4-5 Uhr morgens aufstehen müssen, um zu husten), sowie Keuchen, Kurzatmigkeit oder Husten während der körperlichen Anstrengung.
Wenn eine Person zur Arbeit kommt und nicht aufhört zu niesen für eine Weile, kann sie allergisch gegen Staubmilben sein. Hier zeigt sich vor allem morgens eine Verschlechterung des Zustands. Im Frühjahr ist die Allergie gegen Hausstaubmilben meist schwächer, da sich das Mikroklima in den Räumen verbessert, Türen und Fenster geöffnet, die Zentralheizung ausgeschaltet wird dadurch und die Milbenkonzentration abnimmt.

Allergie oder Virus?
Manchmal können Allergien mit einer viralen Erkältung verwechselt werden, und dem Arzt fällt es nicht immer leicht, sie zu unterscheiden. Charakteristisch für Erkältungen ist die leicht erhöhte Temperatur. Um festzustellen, ob es sich um eine Allergie handelt, kann man Antihistaminika nehmen. Wenn sie helfen, ist es wahrscheinlich eine Allergie. Jedoch der Hauptindikator für Allergien ist und bleibt der verschlechterte Zustand bei trockenem, windigem und sonnigem Wetter, und diese Symptome werden von Jahr zu Jahr wiederholt.

Andere Manifestationen von Allergien
Manchmal wird die Pollenallergie von dem sogenannten oralen Allergiesyndrom – juckenden Schleimhäuten und Lippen – begleitet. Meistens wir der Juckreiz durch Äpfel, Pfirsiche, Nektarinen, frische Karotten und Nüsse (vor allem Haselnüsse) verursacht. Das Vorhandensein eines solchen Syndroms veranlasst den Arzt, über Pollenallergie nachzudenken.
Eine seltene Krankheit ist auch Solar-Urtikaria. Sie ist mit der UV-Strahlung verbunden und eskaliert im Frühjahr. Menschen, die Medikamente für verschiedene chronische Krankheiten nehmen, sollten besonders aufmerksam sein. Viele dieser Medikamente verursachen Photosensithisierung – erhöhte Empfindlichkeit gegenüber der Sonne, so dass Sie die Anweisungen für das Medikament sorgfältig lesen müssen. Wenn es heißt, dass Sie die Sonne meiden sollen, sollten Sie langärmelige Kleidung tragen und Sonnencreme mit dem SPF 50-Faktor auf die ungeschützen Bereiche auftragen.
Wie schützt man sich?
Obwohl es heute oft gutgemeinte Ratschläge für Allergiker gibt, Vitamine einzunehmen, sollte man vorsichtig umgehen mit allen Wirkstoffen, die das Immunsystem ankurbeln. Die Ausnahme ist Vitamin D, welches bei Allergien sehr wichtig ist: Es reduziert allergische Manifestationen sowohl auf der Haut als auch auf der Schleimhaut. Es sollte regelmäßig durch einen Bluttest bestimmt werden. Sobald ein Mangel auftritt, kann man es in Form von Tropfen oder Kapseln einnehmen. Natürlich ist die Dosis mit dem Arzt zu vereinbaren.
Pollinose ist eine Krankheit, die als Folge der Interaktion zwischen Umwelt und Menschen auftritt. Auf der einen Seite gibt es viel Schmutz um uns herum, auf der anderen Seite ist die Umgebung in den Räumen zu steril.
Primäre Prävention, langfristig erforscht und von skandinavischen Wissenschaftlern empfohlen, ist als erstes das Stillen bis der Säugling mindestens 6 Monate alt ist. Die zweite besteht darin, keine spezifischen Beschränkungen zu verhängen, wenn sie nicht erforderlich sind. Das bedeutet zum Beispiel, Milch und Weizen nicht von der Ernährung auszuschließen, sondern diese Produkte sinnvoll zu konsumieren. Die Empfehlung, auf Hunde, Katzen oder andere Haustiere zu verzichten, ist unbegründet. Es gibt so etwas wie eine Verbesserung der Immunantwort unter natürlichen Bedingungen. Einfach ausgedrückt, ist das Leben auf dem Bauernhof das beste Mittel, um Allergien zu verhindern. Eine Karotte aus dem Beet, Beeren aus dem Busch, Kontakt mit Haustieren – und es gibt keine Sterilität. Die Prävention umfasst regelmäßige Bewegung. Dies wirkt entzündungshemmend, und zwar gleichermassen für Atemwege und Haut.

Probiotische Bakterien in fermentierten Lebensmitteln sind auch wichtig. Das bedeutet, natürlich fermentierte Lebensmittel zu essen: Sauerkraut, Gurken, Milchprodukte. Eine weitere der primären Präventionen ist die Empfehlung, nicht zu rauchen.
Sekundäre Prävention wird eingesetzt, wenn sich das Problem bereits entwickelt hat. Dies bedeutet, dass Sie Medikamente, von einem Arzt verschrieben, einnehmen müssen.
Tertiäre Prävention ist eine spezifische Immuntherapie, eine Desensibilisierung. Diese Methode kann verwendet werden, wenn alle Kriterien konsistent sind: das Allergen wird gelöscht, der Patient folgt den Empfehlungen des Arztes und er hat Manifestationen, die eine Immuntherapie ermöglichen. Eine spezifische Therapie ist in Form von Tropfen, Tabletten unter der Zunge und Injektionen möglich.
Lifestyle-Empfehlungen
- Es ist schwierig, sich vor Pollen zu schützen, ein wenig Abhilfe können Fliegengitter vor den Fenstern bringen.
- Rüsten Sie das Auto mit einem Staubfilter aus.
- Wenn Sie nach draussen gehen, tragen Sie eine große Brille.
- Wenn Sie nach Hause zurückkehren, ziehen Sie sich aus und duschen sich, um den Kontakt mit Blumenpollen zu reduzieren. Vor allem, wenn sie draussen Sport getrieben oder körperliche Arbeit verrichtet haben.
- Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Garten, da sie so mit Blütenpollen getränkt wird.

Bericht: Galina Sacalo